Heiliges Jahr 2025 – Heilige Stätte im Zillertal!
Was ist ein Heiliges Jahr?
Alle 25 Jahre begeht die Katholische Kirche ein “reguläres” Heiliges Jahr. Erstmals im Jahr 1300 rief der Papst in Anlehnung an das Alttestamentliche Jobeljahr, das ein “Erlassjahr” für das Volk Israel darstellte, aus dessen Anlass alle Schulden erlassen und die Schuldsklaverei aufgehoben, sowie die Erblande zurückgegeben wurden, ein Heiliges Jahr aus. Zuerst alle 50 Jahre, dann alle 33 Jahre und sein dem Ende des 15. Jahrhunderts alle 25 Jahre wird ein Heiliges Jahr begangen. Doch auch außerhalb dieses Rhythmusses steht es dem Papst frei, zu besonderen Gelegenheiten ein Heiliges Jahr auszurufen, zB das Jahr des Glaubens oder das Jahr der Barmherzigkeit. In jedem Fall soll ein Heiliges Jahr ein Anlass der Glaubensvertiefung sein und durch die Elemente der Wallfahrt, des vertieften Gebetes, der Sakramente der Eucharistie und der Versöhnung und durch den Ablass gekennzeichnet sein. Das Motto des diesjährigen Heiligen Jahres ist “Pilger der Hoffnung”.

Neben den Heiligen Pforten in den berühmten päpstlichen Basiliken in Rom (St. Peter, St. Paul vor den Mauern, St. Johannes in Lateran und St. Maria Maggiora) wurden in allen Diözesen Basiliken und Wallfahrtskirchen als Heilige Orte bestimmt, wo im Heiligen Jahr ein Ablass gewonnen werden kann. Darunter befindet sich auch die Wallfahrtskirche Maria Rast in der Pfarre Zell.
Was ist eigentlich ein Ablass?
Ein Ablass ist ein besonders Gnadengeschenk der Kirche an die Gläubigen, die für sich selbst oder für verstorbene Angehörige durch Gewinnung eines vollkommenen Ablasses die Tilgung der zeitlichen Sündenstrafen erwirken können. Was ist damit gemeint? Auch wenn im Sakrament der Beichte alle Sünden vergeben wurden, können – so ist auch unsere Alltagserfahrung – manchmal Folgen der Sünde bleiben. In diesem Fall schenkt uns Gott durch die Kirche die Möglichkeit, einen Ablass zu gewinnen:
“Der Ablass ist ein konkreter Ausdruck der Barmherzigkeit Gottes, die die Grenzen der menschlichen Gerechtigkeit überschreitet und sie verwandelt. Dieser Schatz der Gnade hat in Jesus und in den Heiligen Gestalt angenommen. Im Blick auf diese Vorbilder und in der Gemeinschaft mit ihnen wird die Hoffnung auf Vergebung und auf den eigenen Weg der Heiligkeit gestärkt und zur Gewissheit. Der Ablass ermöglicht es, das Herz von der Last der Sünden zu befreien, um in Freiheit eine angemessene Wiedergutmachung zu leisten.” (https://www.edsbg.at/heiliges-jahr/zeichen/ablass)
Voraussetzung für die Gewinnung eines vollkommenen Ablasses sind die üblichen Ablassbedingungen:
*Empfang des Bußsakraments mit entschlossener Abkehr von der Sünde
*Empfang der Heiligen Kommunion
*Gebet auf Meinung des Heiligen Vaters (zB das Vaterunser, Gegrüßet seist du Maria, Ehre sei dem Vater und das Jubiläumsgebet)
Hinzu kommen die besonderen Bedingungen zum Heiligen Jahr, in dem TÄGLICH ein Ablass gewonnen werden kann:
*Besuch der Heiligen Pforten in Rom
*Besuch der Heiligen Stätten vor Ort (alle Heiligen Orte in der Erzdiözese Salzburg findet ihr hier.), wo man entweder an der Heiligen Messe teilnimmt, einen Rosenkranz oder Kreuzweg betet, an einem Stundgebet oder einer eucharistischen Anbetung teilnimmt oder die Krankensalbung empfängt.
*tätige Nächstenliebe durch konkrete Umsetzung der Werke der Barmherzigkeit. (Dazu gehört zum Beispiel Kranke zu besuchen, Trauernde zu trösten,… Alle Werke der Barmherzigkeit können hier nachgelesen werden.)