Florianigottesdienst mit Angelobung in der Pfarrkirche

Florianigottesdienst mit Angelobung in der Pfarrkirche

Am vergangenen Sonntag, dem 26. April, der auch der Sonntag des guten Hirten war, fanden sich die Feuerwehren Zell, Hainzenberg und die Werksfeuerwehr Rohr in der Pfarrkirche ein, um gemeinsam mit den geladenen Vertretern der Gemeinden und den Funktionären, sowie den Gläubigen, unter denen sich auch eine Wallfahrergruppe der Gebetsinitiative Österreich betet befand, die Heilige Messe zu Ehren des Feuerwehrpartrons, des Heiligen Florian, zu feiern. Bei dem von der Bundesmusikkapelle Zell, die auch als Feuerwehrmusik fungiert, festlich gestalteten Gottesdienst sprach Dekan Steinwender in der Predigt davon, dass “Österreich betet” auch eine Feuer-Wehr sei, eine geistliche Feuerwehr, die am 27. November 2021 durch einen Gebetsaufruf entstand, als der Hut in Österreich brannte. Damals setzte also eine geistliche Löschbewegung ein.

Bezugnehmend auf den guten Hirten, lenkte Dekan Steinwender die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf das „für“ des guten Hirten, der seine Schafe, kennt, sie beim Namen ruft, ihnen vorausgeht und sich ganz für sie einsetzt, sogar sein Leben für sie gibt. Dieses reine “für”, das für die Schafe da Sein, ist die Liebe Gottes, die sich selbst verströmt.

Für die Schafe ist es entscheidende, den Hirten als solchen zu erkennen, ihm zu folgen auf ihn zu hören und zu versuchen, das zu tun, was der gute Hirte möchte. Diese Antwort der Schafe auf die Hirtenliebe ist auch im Motto der FF enthalten, Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr. Das könne verstanden werden, als Gott zu beachten, Gott zu loben, alles zur Ehre Gottes zu tun und weiter als den Menschen zu dienen, eben den Nächsten zu lieben. Die richtige Antwort der Schafe sei, selbst etwas von diesem für zu übernehmen.

Das Bild des Feuers sei ein Zweifaches: Einerseits kann das Feuer erhellen, wärmen und ein Heim behaglich machen und damit den Menschen dienen. Andererseits hat es eine zerstörerische Kraft, eben bei Bränden.

Ähnlich ist es mit dem Feuer der Leidenschaften im Menschen. Das Feuer der Liebe kann den Menschen geistlich entflammen, ihn reinigen und zur grenzenlosen Liebe entbrennen lassen, während es auch das Feuer der verzehrenden Leidenschaft gibt, wenn der Zorn entbrennt, der Neid, die Gier oder die sinnliche Begierde.

Der heilige Florian war von diesem Feuer der göttlichen Liebe erfüllt und hat sich wie auch der Heilige Engelbert für die Menschen und für den Glauben hingegeben.

Bitten wir den Herrn, dass in uns dieses Feuer der göttlichen Liebe entzünde, von der Paulus sagt, dass sie sich an der Wahrheit freut, das alles glaubt, alles hofft, allem standhält und niemals aufhört.

Bitten wir für die Feuerwehr und diesen leidenschaftlichen Eifer für den Dienst an Gott und dem Nächsten, bitten wir für alle Beter von Österreich betet um diesen Eifer in der Liebe zur Heimat. Das Gebet löscht entbrannte Leidenschaft, es reinigt, erhellt und kann bewirken, dass in Einzelnen, das Feuer der göttlichen Liebe entbrennt. Das Gebet erhöht die Brenntemperatur, damit mehr Menschen den Ruf Gottes hören können.

Am Ende der Heiligen Messe wurden fünf junge Männer feierlich angelobt und damit in den aktiven Dienst aufgenommen. Im Anschluss fand vor der Volksschule ein Festakt statt, der ganz im Zeichen des 160-Jahr Jubiläums der FF Zell am Ziller stand.

Namens der Pfarre sei an dieser Stelle allen Feuerwehrmitglieder herzlich für ihren wertvollen Dienst gedankt. Möge der Segen Gottes euch bei allen Einsätzen begleiten.

Herzlichen Dank für die wunderschönen Fotos an Georg Kuen. Weitere Impressionen findet ihr auf der Website der Freiwilligen Feuerwehr Zell.