Fasten-SMS von Papst Benedikt XVI
Päpstliche Kurzbotschaften
Die päpstlichen Kurzbotschaften sollen zum Innehalten und Nachdenken über den persönlichen Glauben führen, erläuterte der Medienreferent der Bischofskonferenz, Paul Wuthe, das Ziel der Aktion. Diese "etwas anderen SMS" seien als Einladung zur Entschleunigung und Besinnung auf das Wesentliche zu verstehen. Dem entspreche auch die Auswahl der Papstzitate, die in sprachlicher Eleganz die großen Worte des Glaubens formulierten, so Wuthe. Sie handeln von Gott und Mensch, dem Glauben an Jesus Christus im Raum der Kirche und einem christlichen Leben in Freiheit und Verantwortung.
Momente des Nachdenkens
Mit dieser SMS-Aktion wolle die Kirche in Österreich auch eine Anregung des Papstes aus seiner jüngst veröffentlichten Botschaft zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel aufgreifen. Dieser hatte auf die "Momente des Nachdenkens" hingewiesen, die sich in den neuen elektronischen Medien des Internetzeitalters böten. "In der auf das Wesentliche konzentrierten Form kurzer Botschaften" könne man in diesen Medien "tiefe Gedanken zum Ausdruck bringen", heißt es dazu in dem jüngsten päpstlichen Mediendokument. Genau diesem Anliegen solle die SMS-Aktion dienen, sagte Wuthe.
Gratis für alle Handys
Die Zusendung der Kurzmitteilungen ist für den Empfänger mit keinen Kosten verbunden. Das SMS-Service funktioniert für alle Handys österreichischer Mobilfunkbetreiber. Nach der Anmeldung per SMS mit dem Schlüsselwort PAPST an die Telefonnummer 0664/6606 651 erhält man ab Aschermittwoch, 22. Februar, bis Karsamstag, 7. April, täglich ein Papst-SMS. Anmeldungen während der Fastenzeit sind laufend möglich.
Mayrhofner Firmlinge bei Engelbertwallfahrt
Als Auftakt ihrer Firmvorbereitung wallfahrteten die Mayrhofner Firmlinge, begleitet von ihrem Pfarrer Mag. Alois Moser, am 4. Februar nach Ramsau um gemeinsam mit Engelbertverehrern aus nah und fern an der Monatswallfahrt zu Ehren des seligen Engelbert Kolland teilzunehmen. In seiner Predigt betonte Pfarrer Moser, dass es wichtig sei, die Verbindung zu Gott im Gebet nicht abreißen zu lassen und - bezugnehmend auf die Lesung aus dem Buch Hiob - gerade auch in schweren Zeiten daran zu denken, was Gott uns Gutes getan hat. Wie der seligen Engelbert sollen auch wir dem Vorbild Jesu folgen, der sich selbst immer wieder zu Momenten des Gebets zurückzog. Umrahmt wurde die Heilige Messe durch die Gruppe "Follow Jesus" aus Bruck.
Alle Firmlinge erhielten als kleines Geschenk eine Wunderbare Medaille.
Zu Lichtmess
Die Angst einer Kerze
Eines Tages kam ein Zündholz zur Kerze und sagte: „ Ich habe den Auftrag, dich anzuzünden.“
„O nein!“ erschrak da die Kerze. „Nur das nicht. Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt! Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern!“ Und sie begann zu weinen.
Das Zündholz fragte: „Aber willst du denn dein Leben lang kalt und hart bleiben, ohne je gelebt zu haben?
„Aber brennen tut doch weh und zehrt an meinen Kräften“, schluchzte die Kerze unsicher und voller Angst.
„Das ist schon wahr.“ Entgegnete das Zündholz. „Aber das ist doch auch das Geheimnis unserer Berufung: Wir sind berufen, Licht zu sein. Was ich tun kann, ist wenig. Zünde ich dich aber nicht an, so verpasse ich den Sinn meines Lebens. Ich bin dafür da, das Feuer zu entfachen. Du bist die Kerze. Du sollst für andere leuchten und Wärme schenken. Alles was du an Schmerzen und Leid und Kraft hingibst, wird verwandelt in Licht. Du gehst nicht verloren, wenn du dich verzehrst. Andere werden dein Feuer weitertragen. Nur wenn du dich versagst, wirst du sterben.“
Da spitzte die Kerze ihren Docht und sprach voller Erwartung: „Ich bitte dich, zünde mich an.“
Gebet zum Jahreswechsel
Herr, ich bitte nicht um Wunder und Visionen, sondern
um Kraft für den Alltag.
Mach' mich erfinderisch, damit ich mich im
täglichen Vielerlei nicht verliere.
Laß mich die Zeit richtig einteilen und mich
herausfinden, was erst- und was zweitrangig ist.
Ich bitte um Zucht und Maß, daß ich nicht durch
das Leben rutsche und auf Lichtblicke und
Höhepunkte achte, sowie mir Zeit für Besinnung,
Erholung und kulturellen Genuß nehme.
Träume helfen nicht weiter, weder über die Vergangenheit,
noch über die Zukunft. Hilf mir, das Nächste so gut wie möglich zu tun.
Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, daß im Leben
nicht alles glatt gehen kann, daß Schwierigkeiten
und Niederlagen, Mißerfolge und Rückschläge
eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.
Schick mir im rechten Augenblick jemand,
der den Mut hat, mir die Wahrheit in Liebe
zu sagen.
Viele Probleme lösen sich dadurch, daß man nichts tut.
Gib, daß ich warten kann. Schenke mir wahre Freunde
und laß mich diese Freundschaft wie eine zarte
Pflanze pflegen.
Mach aus mir einen Menschen, der einem Schiff
mit Tiefgang gleicht, um auch die zu erreichen,
die "unten" sind.
Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben
versäumen. Gib mir nicht, was ich wünsche, sondern das, was ich brauche.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte. AMEN
(Antoine de Saint Exupery)

