Statt des Wort des Tages – Stunde der Entscheidung

Statt des Wort des Tages – Stunde der Entscheidung

Liebe Leser unserer Pfarrhompage!

Ich möchte mich zunächst bei den vielen von Euch, die mir als Reaktion auf mein Wort des Tages “Stunde der Entscheidung” geschrieben haben, für die Rückmeldungen bedanken. Die Rückmeldungen waren zu über 95 Prozent sehr positiv. Sehr, sehr viele haben ihren Dank darüber zum Ausdruck gebracht, dass jemand von der Kirche etwas dazu sagt. Bei vielen habe ich mitbekommen, dass ein starker Meinungs- und Gesinnungsdruck da ist, worunter sie leiden.

Ich habe auch einige wenige kritische Rückmeldungen bekommen. Auch diese haben mich sehr gefreut und ich bin dankbar dafür und werde sie sorgfältig studieren und gründlich beantworten.

Besonders beeindruckt haben mich die die Zuschriften einiger Ärzte, die einen tieferen Einblick in verschiedene Problembereiche haben und deren Erkenntnisse bzw. Meinung offenbar nicht respektiert bzw. nicht gehört werden oder im öffentlichen Diskurs kaum vorkommen.

Gestern gab es viele Anfragen, weil der Beitrag vorübergehend nicht mehr auf der Homepage war. Ich habe den Beitrag nun im Auftrag des Herrn Generalvikars herunter genommen. Diese Anweisung dürfte im Einvernehmen mit dem Erzbischof ergangen sein.

Als Priester der Erzdiözese Salzburg nehme ich diese Weisung zur Kenntnis und werde sie im Gehorsam befolgen. Ich habe auch keinerlei Veranlassung getroffen, dass der Beitrag anderweitig publiziert wird.

In der Einleitung des Artikels habe ich geschrieben, dass ein Hauptgrund, warum ich diesen Beitrag Montags auf die Homepage gab, die große Spaltung in der Bevölkerung und die vielen Gewissenszweifel von den mir anvertrauten Menschen waren und das Anliegen, dass Menschen möglichst frei entscheiden können. Es ist mir nie darum gegangen, jemanden, der sich gerne impfen lassen möchte, von seiner Meinung abzubringen, sondern vielmehr einen Beitrag zu einer fundierten Gewissensentscheidung zu leisten, vor allem für jene, die durch die kurzfristige Impfaufforderung unter großem Entscheidungsdruck waren oder sich von verschiedener Seite zu einer bestimmten Entscheidung gedrängt fühlten. Dabei ist es mir immer um den einzelnen gegangen und darum, dass jeder nachher gut mit seiner Entscheidung leben können soll. Ich habe durch mehrere Gespräche den Eindruck gewonnen, dass dieses Schreiben wenigstens ein bisschen beigetragen hat, den Standpunkt des anderen zu akzeptieren, sich auch einen anderen Standpunkt anzuhören und manche Spaltungen zu mildern, allein durch das Verstehen der Überlegungen des anderen.

Ich bitte euch alle, die Meinungsfreiheit anderer und deren Gewissensentscheidungen zu achten. Das sind sehr hohe Güter!!

Ich hoffe, dass ich damit ausreichend erklärt habe, warum dieser Beitrag nicht mehr auf der Homepage ist.

Weitere Auskünfte kann ich nicht erteilen. Ansprechperson für etwaige Rückfragen ist:

Generalvikar Roland Rasser: roland.rasser@ordinariat.kirchen.net